Innovation erforschen

Laurenz Wolf, 29, studierte Volkswirtschaftslehre an der WU Wien und fing bereits während seines Studiums 2011 bei der KMU Forschung Austria zu arbeiten an. Er beschäftigt sich vorwiegend mit der Erforschung der Wirkung von Innovationsprozessen. Wolf kommt gerade von einem Forschungsaufenthalt in Dänemark zurück, wo er die Tools und Methoden der dänischen Innovationsagenten kennen lernte. Laurenz Wolf ist unser ACR-Experte für September und Oktober.

Begonnen hat Laurenz Wolf mit BWL, doch schon bald entdeckte er sein besonderes Interesse an der Volkswirtschaftslehre. Dort spezialisierte er sich dann u.a. in den Bereichen Industrieökonomie, internationale Wirtschaft und Arbeitsmarktökonomik. Nach einem sechsmonatigen Praktikum bei der KMU Forschung Austria am Ende seines Bachelorstudiums, übernahm ihn das ACR-Institut dauerhaft als wissenschaftlichen Assistenten. Seine Masterarbeit durfte er auch im Rahmen eines Projektes der KMU Forschung Austria machen. Dabei ging es um die Wirkungen von Forschungsförderungen auf die Entwicklung von innovierenden Unternehmen. Dazu hat Wolf geförderte und nicht-geförderte Unternehmen gegenübergestellt und abweichende Entwicklungen im Zeitverlauf untersucht. Seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und als solcher in den Institutsbereichen „Evaluierung“ sowie „Studien und Analysen“ tätig.

Der Fokus seiner Tätigkeiten liegt vorranging im Themenfeld der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik, das heißt in der Analyse von Rahmenbedingungen und der Umsetzung bzw. Wirkung von Innovationsprozessen. Resultate werden dabei als Grundlage für die künftige Ausrichtung und Gestaltung von Politikmaßnahmen im Technologie- und Innovationsbereich herangezogen oder umfassen die konkrete Bewertung von Zielsetzungen, Implementierung und Wirkungen von Maßnahmen der FTI-Politik.

Zuletzt arbeitete er an der Analyse des Innovationsagenten und ging der Frage nach, wie ein solches Programm in Österreich implementiert und finanziert werden kann. In Hinblick auf die Implementierung und die Unterstützung der ausgebildeten Innovationsagenten in Österreich, durfte er vor kurzem einen Forschungsaufenthalt am DTI in Dänemark absolvieren. Das Danish Technology Institut (DTI) in Dänemark ist Vorreiter in der Umsetzung des sog. Innovationsagenten-Programms mit dem Ziel, die Potenziale von KMU hinsichtlich Technologieeinsatz und Innovationsaktivitäten zu prüfen („Innovations-Service“) und direkt mit den Unternehmen an der Umsetzung ihrer Innovationsvorhaben zu arbeiten. Siehe auch "Innovationsagent: Implementierung in Österreich schreitet voran".

Ein weiteres Projekt, an dem Laurenz Wolf derzeit mitarbeitet ist das FFG Wirkungsmonitoring geförderter Forschungsvorhaben, das die KMFA seit über 30 Jahren im Auftrag der FFG durchführt. In dem jährlich durchgeführten Projekt werden bereits abgeschlossene und geförderte Projekte hinsichtlich Ihrer Effekte in den Unternehmen untersucht und im Sinne eines Erfolgsnachweises die Auswirkungen der eingesetzten Förderungsmittel sichtbar gemacht. In den kommenden Wochen werden die geförderten Unternehmen und Forschungseinrichtungen bezüglich der erwachsenen Wirkungen befragt und Ende des Jahres Auswertung und Analyse der erfassten Daten vorgenommen.

Eine Karriere in der Forschung hatte Laurenz Wolf so gar nicht geplant, der Weg dahin hat sich vor allem durch seine Tätigkeit bei der KMFA schon während des Studiums ergeben und war vom Interesse getragen, die Nähe zu den vermittelten Inhalten des Studiums zu behalten bzw. Erlerntes unmittelbar anzuwenden. Etwas Anderes kann er sich heute aber gar nicht mehr vorstellen.

In seiner Freizeit macht Wolf viel Sport, er spielt hobbymäßig Fußball, spult viele Kilometer auf dem Rad ab und im Winter steht auch Schifahren auf dem Programm. Eine weitere Leidenschaft ist das Reisen, wie etwas Städtereisen oder Fernreisen in die USA.

www.dti.dk 
www.kmuforschung.ac.at 

Fotos

  • Laurenz Wolf, KMFA
    Der Innovationsforscher Laurenz Wolf beschäftigt sich mit der Umsetzung und Wirkung von Innovationsprozessen. (Foto: KMFA)