ACR präsentiert Bilanz für 2016

Das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research präsentierte am 1. Juni 2017 seine Jahresbilanz 2016. Der Gesamtumsatz der ACR-Forschungsinstitute stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf insgesamt 61,4 Millionen Euro, davon 52,6 Millionen Euro aus leistungsbezogenen Erlösen – in beiden Fällen ein neuer Spitzenwert.

"Wir setzen uns konsequent für die Interessen der KMU ein und unterstützen sie in ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit ", sagt Martin Leitl, Präsident der ACR über die Leistungen des Forschungsnetzwerks und seiner Institute.  Wie gut das gelingt zeigt sich nicht nur im Umsatz, der erneut gestiegen ist und erstmals über 60 Millionen Euro liegt. Gemeinsam wickelten die ACR-Institute knapp 22.000 Aufträge ab, hielten 710 Vorträge, erstellten 312 Publikationen, hatten 104 Lehraufträge inne und engagierten sich in 552 Arbeitsgruppen. Der Personalstand wuchs auf 804 Beschäftigte an, der Frauenanteil auf 29 Prozent. "Diese Erfolge zeigen, dass wir mit unserer Forschungsstrategie – der stärkeren Vernetzung unserer Mitglieder, der Fokussierung auf gemeinsame  Zukunftsthemen und einer stärkeren internationalen Ausrichtung – auf dem richtigen Weg sind", so Leitl weiter.

Starkes Netzwerk

Innerhalb der ACR bündeln die Institute ihre Interessen, identifizieren gemeinsame Themen und finden Synergien, um als Verband stärker aufzutreten. Die ACR-Institute sind jedoch nicht nur in der ACR vernetzt, sondern darüber hinaus auch in 131 nationalen und internationalen Organisationen. Ziel ist, in ausgewählten und für die Wirtschaft relevanten Bereichen mit anderen führenden Forschungseinrichtungen sowie Stakeholdern Forschungsergebnisse auszutauschen und Standards für die Industrie und Gesellschaft zu diskutieren. Die Bandbreite reicht hier von renommierten amerikanischen Forschungsnetzwerken, über europäische Ratsversammlungen und österreichische Branchenvereinigungen bis hin zu regional verankerten Arbeitsgemeinschaften bzw. Clustern.

Gemeinsame Zukunftsthemen

Damit alle an einem Strang ziehen braucht man gemeinsame Ziele. Um die Zusammenarbeit der ACR-Institute weiter zu forcieren und in zukunftsorientierte Bahnen zu lenken, wurden in einem Strategieprozess acht gemeinsame Zukunftsfelder, die sogenannten Focus Areas, definiert.  Diese sind zum Beispiel Ressourcen- und Energieeffizienz,  funktionelle Materialien, Entwicklungspotenziale für KMU oder Digitalisierung. Mit dem Förderprogramm "Strategische Projekte" sollen diese Themen nun befüllt werden. Im ersten Call 2016 haben die ACR-Institute insgesamt 14 Projekte einer Jury zur Bewertung vorgelegt, sechs wurden ausgewählt und sind mittlerweile gestartet. Jedes davon ist mit einer oder mehreren Focus Areas verknüpft.

Internationale Ausrichtung

Internationalität wird in der ACR schon länger groß geschrieben. Seit 2010 etwa organisiert die ACR  Studienreisen in andere europäische Länder, um Kontakte zu knüpfen, die Forschungslandschaft kennen zu lernen und neue Impulse oder sogar konkrete Ideen mit nach Hause zu nehmen. 2016 ging die Reise nach San Sebastián und Bilbao im Baskenland. Die ACR-Institute arbeiteten zusammengenommen mit über 170 internationalen Forschungspartnern an konkreten Forschungsprojekten, der Exportanteil der leistungsbezogenen Erlöse lag bei 27 Prozent. Darüber hinaus waren die ACR-Institute an 180 internationalen Arbeitsgruppen beteiligt und hielten 148 Vorträge vor internationalem Publikum.

Gleichstellung und Diversität

Ein wichtiges Zukunftsthema in der ACR ist auch die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. "Natürlich sind wir noch lange nicht am Ziel, aber dass der Frauenanteil in der ACR im Vergleich zu anderen außeruniversitären Forschungsinstitutionen überdurchschnittlich ist, freut uns", kommentiert Johann Jäger, ACR-Geschäftsführer, die jüngste Gleichstellungserhebung des Joanneum Research, der für die ACR einen Frauenanteil von 29 Prozent ausweist, der Durchschnitt liegt bei 27 Prozent. Auffällig ist, dass es bei den Senior Researchers und noch mehr bei den Junior Researchers bereits eine deutliche Annäherung im Verhältnis von Männern und Frauen gibt. Genauso wird Diversität und Internationalität in den ACR-Instituten gelebt, so kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 36 verschiedenen Ländern, auch von geografisch fernliegenden wie Australien, Nepal und Kolumbien.

Fotos

  • Martin Leitl, Präsident der ACR mit dem Jahresbericht 2016. Foto: ACR/Alice Schnür-Wala
  • ACR-Jahresbericht 2016. Cover: Verlag Holzhausen

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