Innovative Energiespeicherung

Rebekka Köll, AEE INTEC

Die 27-jährige Wirtschaftsingenieurin Rebekka Köll ist seit 2014 bei AEE INTEC tätig und hat sich auf innovative Energiespeichermethoden spezialisiert. Für Ihre Arbeit in zwei internationalen Forschungsprojekten, COMTES und SCORES, bei denen es um die Verbesserung von Langzeitwärmespeichern für Solarenergie geht, wurde sie kürzlich mit dem ACR Woman Award ausgezeichnet. SCORES ist ein derzeit noch laufendes EU-Projekt, bei dem Köll die institutsinterne Leitung übernommen hat.

Rebekka Köll kam 2014 als Praktikantin zur AEE INTEC, ein Forschungsinstitut aus Gleisdorf bei Graz, das auf nachhaltige Technologien, insbesondere Energiesysteme, spezialisiert ist. Das Thema Energiespeicherung aus erneuerbaren Energiequellen hat die junge Frau immer schon beschäftigt. „Speicherung ist ein Thema, das für die Zukunft von großer Bedeutung ist, wenn wir tatsächlich einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien nutzen wollen“, sagt sie.

Köll arbeitet in der Forschungsgruppe „Thermische Energiespeicherung“, wo sie nach dem Studium des Energie- und Verkehrsmanagements durch ein Praktikum bei AEE INTEC  ihre Berufung fand: „Man muss sich ins Ungewisse trauen. Der wichtige Schritt ist ausprobieren, dann sieht man, dass es möglich ist“, erklärt sie.

Rebekka Köll hat inzwischen ihre Masterarbeit erfolgreich abgeschlossen und leitet institutsintern das EU-Projekt „SCORES“. Wie in COMTES geht es bei diesem Nachfolgeprojekt um die Speicherung von Überschuss an Solarenergie für die Wintermonate. Die Speicherung erfolgt dabei nicht durch das Erwärmen von Wasser, sondern durch eine thermochemische Reaktion. „Wir konnten bereits im Vorgängerprojekt COMTES experimentell nachweisen, dass die Methode eine wesentlich höhere Energiedichte als Wasser aufweist und sich als Langzeitspeicher eignet“, berichtet Köll. Im aktuellen Projekt geht es darum, die Energiespeicherdichte nochmals deutlich zu erhöhen. Im neuen Projekt wird die Energiespeicherung durch Redoxreaktion erforscht; also durch das kontrollierte Abbrennen von Metallen.

Für ihre Arbeit wünscht sich Köll ein ausgewogenes Verhältnis von wissenschaftlichen und organisatorischen Tätigkeiten. „Im Moment hält sich das noch gut die Waage“, meint sie. Ein potenziell stressender Faktor bei ihrer Arbeit sei jedenfalls die Zeit: „In der Forschung entstehen Lösungen erst Schritt für Schritt – das passt manchmal nicht so gut mit Deadlines zusammen.“

Insgesamt ist ihr Resümee nach vier Jahren in einem technischen Beruf positiv: „Es ist ein sehr gutes Gefühl, Probleme lösen zu können, die einem zuvor unlösbar schienen.“

www.aee-intec.at

Fotos

  • Die 27jährige Forscherin Rebekka Köll ist seit 2014 bei AEE INTEC tätig und hat sich auf innovative Energiespeichermethoden spezialisiert. Foto: ACR/Gernot Muhr
  • Für Ihre Arbeit in zwei internationalen Forschungsprojekten wurde sie kürzlich mit dem ACR Woman Award ausgezeichnet. Foto: ACR/Gernot Muhr
  • Bei ihrer Forschung geht es um die Speicherung von Überschuss an Solarenergie für die Wintermonate. Die Speicherung erfolgt dabei nicht durch das Erwärmen von Wasser, sondern durch eine thermochemische Reaktion. Foto: ACR/Gernot Muhr
  • Rebekka Köll an ihrem Arbeitsplatz, dem Soprtionsspeicher. Foto: ACR/Gernot Muhr