ACR-Innovationspreis 2020

Der ACR-Innovationspreis zeichnet Forschungs- und Digitalisierungsprojekte der ACR-Institute aus, deren Ergebnisse direkt KMU zugute kommen. Zehn Forschungs- und Digitalisierungsprojekte aus dem ACR-Netzwerk wurden eingereicht, mithilfe eines Online Votings und einer Fachjury wurden nun drei Gewinner ermittelt.

Die Gewinner

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Wir gratulieren herzlich!

Die Fachjury

Aus zehn eingereichten Projekten wurden drei Gewinner in einem zweiteiligen Verfahren ermittelt: auf der einen Seite ein öffentliches Online Voting und auf der anderen eine hochkarätige Fachjury. Beide Ergebnisse zählten je zur Hälfte.

  • Wolfram Anderle - Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH
  • Michael Binder - FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
  • Eva Heckl - KMU Forschung Austria
  • Michael Hindler - FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
  • Maria Kollmann - AVL List GmbH
  • Maria Theresia Niss - Abgeordnete zum NR der ÖVP 
  • Jürgen Pripfl - Christian Doppler Forschungsgesellschaft
  • Marisa Radatz - Ludwig Boltzmann Gesellschaft
  • Siegfried Reich - Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.
  • Florian Rosenberger - Vereinigung der Österreichischen Industrie
  • Sascha Ruhland - Rat für Forschung und Technologieentwicklung
  • Heimo Sandtner - FH-Campus Wien
  • Gabriele Schmid - Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
  • Roland Sommer - Verein Industrie 4.0 - die Plattform für intelligente Produktion
  • Karin Sommer - Wirtschaftskammer Österreich
  • Silvia Varga - Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
  • Barbara Weitgruber - Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
  • Michael Zöhrer - Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Sie können sich alle Projekte, die für den ACR-Innovationspreis nominiert waren hier noch einmal ansehen:

SmaCiSe – Sinne für die Smart City (AEE INTEC)

Bessere Daten für Städte, neue Geschäftsmodelle für KMU: AEE Intec verbessert und vereinfacht mit SmaCiSe (Smart City Sensing) die Erhebung, Auswertung und Visualisierung von städtischen Mikrodaten – etwa zur kleinräumlichen Identifikation von Wärmeinseln oder von Schadstoffwerten. Die unter anderem mit neuer Sensortechnik speziell für Drohnen gewonnenen Daten stehen samt neuer Analysesoftware Stadtverwaltungen und Unternehmen zur Verfügung.

Holz und Beton – Ökologische Alternativen zum Stahlbeton (HFA)

Große Spannweiten, ganz ohne Stahlbewehrung: Die neuen Deckenkonstruktionen von Holzforschung Austria (HFA) und der Waldviertler Firma Willbald Longin verbinden Holz und Beton auf eine neuartige Weise. Ohne Stahlbewehrung, ohne Klebefugen und ökologisch sind diese Konstruktionen für sehr große Räume geeignet und haben besonders gute akustische Eigenschaften. Eine Empfehlung für Kindergärten, Schulen, Büros und Produktionsbetriebe.

BIM-Terminal – Einfach klimagerecht planen (IBO)

Klimagerechtigkeit und Ökologie sollten idealerweise schon in der Planung eines Gebäudes oder eine Bauprojekts eine gestaltende Rolle spielen – in der Realität ist dies meist nicht so. Das Österreichische Instituts für Baubiologie und -ökologie (IBO) nutzt nun die Möglichkeiten des Building Information Modeling (BIM), mit dem die meisten Architektinnen und Architekten ohnedies planen und erweitert es zum BIMterminal. Dieses Terminal ermöglicht die Auswertung der Planung nach ökologischen Kriterien. So kommt das Klima nicht erst zum Schluss.

Hangwasserprävention – Resilienz im Klimawandel (IBS)

Das Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung (IBS) kann Extremwetter nicht verhindern, aber dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels einzuhegen. Im Projekt Hangwasserprävention geht es um die Erfassung und Bewertung möglicher Schäden, die durch Extremwetterereignisse wie etwa kontinuierlicher Starkregen, entstehen. Im Fokus steht die Prävention von Schäden, die im Gefolge zum Beispiel durch Hangwasser hervorgerufen werden.

E-Data – Daten im Flow (LVA)

Die Lebensmittelversuchsanstalt (LVA) setzt neue Benchmarks im Data Management. Rund 45.000 Proben im Jahr analysiert die Lebensmittelversuchsanstalt jährlich für Lebensmittelproduzenten, den Handel und verwandte Bereiche. An die Stelle vieler Insellösungen mit einem hohen Anteil manueller Arbeitsschritte hat die LVA nun einen kontinuierlichen einheitlichen Datenfluss vom Einlangen einer Probe bis zum fertigen Prüfbericht gesetzt. Alles komplett digital.

AeroPore – Minimierung von Infektionsrisiken durch Luftfilter (OFI)

Gemeinsam mit Hehle Reisen, einem Busunternehmen aus Lochau in Vorarlberg und weiteren Forschungspartnern ist es dem OFI gelungen, eine Filtertechnologie so weiterzuentwickeln, dass nicht nur Allergene, Keime und Sporen aus der Raumluft zurückgehalten werden, sondern auch Viren. Für die Pandemiegeschüttelte Reisebranche könnte dies der Rettungsanker sein.

AsIT Studio – Digital designen (V-Research)

Digitale Produktentwicklung ganz ohne Programmierkenntnisse: V-Research aus Vorarlberg nimmt Ingenieurinnen und Ingenieuren mit dem AsIT-Studio die mathematische Modellierung und Algorithmenbildung ab, sodass alle Konstruktionsschritte, insbesondere die Definition von Abhängigkeiten und Regeln, auf der grafischen Oberfläche des AsIT-Studio gemacht werden können. KMU sparen Zeit bei der Produktentwicklung und halten ihr Konstruktions-Know-how im Unternehmen.

Der Fake Shop-Detektor – Mit KI sicher vor Betrug (ÖIAT)

Dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) ist es gelungen, eine künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren, die innerhalb von wenigen Sekunden zuverlässig Fake Shops im Internet als solche erkennt. Der Fake Shop-Detektor analysiert den Quellcode eines Shops und meldet unverzüglich, ob dieser vertrauenswürdig ist oder nicht. Einzelhändler haben damit einen einfachen Vertrauensbeweis für ihre Kunden, die Kunden die Gewissheit, dass sie sicher einkaufen.

INEKI – Ein Methodenkoffer für Innovationen (IWI)

Wie implementiert man Innovationen? Das Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) entwickelte einen Methodenkoffer, der Innovationen in KMU den Weg ebnet. INEKI steht für „Innovationen effizient in KMU implementieren“ und unterstützt die Unternehmen dort, woran die meisten Innovationen scheitern: an den internen Strukturen. Fragebogenbasiert macht INEKI die Organisationsstrukturen und Netzwerke sichtbar und zeigt anschaulich, was Unternehmen tun müssen, damit Innovation auch gelingt.

Timely – Interaktive Analytik im virtuellen Raum (ZFE)

Gelingt Timely, werden die Kunden des Zentrums für Elektronenmikroskopie (ZFE) von herausragenden Möglichkeiten profitieren: Die KMU können gemeinsam mit den Forscherinnen und Forschern des ZFE am Elektronenmikroskop an ihren Innovationen arbeiten – ohne ihr Unternehmen verlassen zu müssen. Timely wird die Bilder der Analysetools in Echtzeit und verschlüsselt übertragen. Hightech-Forschung wird damit für KMU noch einfacher und vor allem kostengünstiger.