Nicht zuletzt angesichts der Rekordhitze und -trockenheit des heurigen Sommers drängt sich zunehmend die Frage auf, wie sich Gebäude im Brandfall effektiv schützen lassen. Derzeit werden Feuerwiderstandsnachweise in der Regel durch reale Brandversuche erbracht. Doch das ist nicht nur emissionsintensiv und technisch aufwendig, sondern auch sehr kostspielig. Eine vielversprechende Alternative haben Forscher*innen des Instituts für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung (IBS) nun im Projekt „ProSim“ aufgezeigt. Auf Basis realitätsnaher Simulationen können Brandprüfungen künftig virtuell durchgeführt werden.
Die Verfahrensinnovation, die auf globaler Ebene nicht weniger als ein wissenschaftliches Novum darstellt, geht auf einen mehr als zehnjährigen Entwicklungsprozess zurück, in dem die Forscher*innen reichlich Mut zur Herausforderung bewiesen. Schließlich verändern Materialien bei hohen Temperaturen ihre Eigenschaften, beginnen sich zu verformen und verlieren dabei mitunter an Tragfähigkeit. Erst durch die Kombination verschiedener Simulationsmethoden ist es gelungen, diese hochkomplexen Prozesse realitätsnah abzubilden.