Start up-Preis

Ideen Flügel verleihen.

Der Start-up Preis powered by aws wurde 2017 ins Leben gerufen und zeichnet ein Start-up oder ein innovatives Jungunternehmen für eine Produkt- oder Prozessinnovation aus, die von einem ACR-Institut begleitet wurde. Das Start-up erhält zusätzlich zum Preisgeld einen Gutschein für eine Beratungsleistung durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH.

Saem – E-Scooter fürs Handgepäck

Das Start-up hat mit Unterstützung von V-Research einen Scooter entwickelt, der nur fünf Kilogramm wiegt und so beweglich ist, dass er sich leicht tragen und ins Handgepäck falten lässt.

Alltagsweg, Geschäftsreise oder Städtetrip: Der E-Scooter von Saem ist so leicht und flexibel, dass man ihn überall hin mitnehmen kann. Die Beweglichkeit und Kompaktheit stammen von einem innovativen Gleitlagerkonzept. V-Research stand den beiden Entwicklern und Gründern Markus Hager und Christian Krüse für die Optimierung zur Seite. Dafür wurden sie mit dem ACR Start-up Preis powered by aws 2018 ausgezeichnet.

a Foto zeigt die beiden Gründer des Start-ups Saem
b Tribologischer Versuchsaufbau bei V-Research

Das Schöne am eigenen Unternehmen ist, dass man alle Hebel in der Hand hat und das Produkt nach seinen eigenen Vorstellungen und dem eigenen Qualitätsanspruch gestalten kann.

Christian Krüse - Einer der beiden Gründer von SAEM

„Der Spaß überwiegt, und wir lernen ständig dazu“, resümiert Christian Krüse nach vielen Monaten Entwicklungszeit und Tüftelei. Gemeinsam mit seinem Studienkollegen Markus Hager hat er einen Elektroroller entwickelt, der nur fünf Kilogramm wiegt und so beweglich ist, dass er sich leicht tragen und ins Handgepäck falten lässt. „Die kompakten Maße bekommt man nur mit innovativen Lenk- und Klappmechanismen hin,“ erläutert Florian Ausserer vom Forschungsunternehmen V-Research, das die Entwicklung eines optimalen Lenkmechanismus mit reibmechanischer Expertise unterstützte.

Die beiden Dornbirner Mechatronik-Absolventen haben ihrem Elektroroller den Namen „Saem“ gegeben. Saem steht für „smart advanced electric mobility”, und der Anspruch der Unternehmensgründer an ihre Innovation ist hoch: Saem soll überall flexible Mobilität ermöglichen, qualitativ hochwertig und entsprechend langlebig sein. „Da kommen wir ins Spiel“, sagt Florian Ausserer. „Wir konnten durch unsere Reibverschleißanalysen Gewissheit darüber herstellen, wie langlebig die neu entwickelten Mechanismen tatsächlich sind.“

Bei Saem werden existierende Maschinenbauelemente so kombiniert, dass die Lenkachse von der Bewegungsachse entkoppelt ist. Damit Saem klein, leicht und mobil bleibt, ersetzten Hager und Krüse die klassischen Kugellager durch Gleitelemente auf Kunststoffpolymerbasis. „Die Fragen, die sich dann natürlich stellen, sind: ‚Funktioniert es so, wie es konzipiert ist und wie lang wird das halten?‘“, so Ausserer.

Reibung und Verschleiß sind die Spezialgebiete von V-Research. Das Vorarlberger Forschungsunternehmen entwickelt Reibmodelle, die den jeweiligen Mechanismus in einem Modellversuch abbilden. „Die Abbildung muss exakt sein. Man braucht viel Know-how, um die Belastungen des Realsystems richtig zu analysieren, darf keine Fehler machen und muss die Ergebnisse aus dem Modellversuch schließlich wieder auf den Realmechanismus zurückführen“, fasst Ausserer die Herausforderungen zusammen.

Reibmodelle liefern schnellere und genauere Ergebnisse als tribologische Versuche in Echtzeit am „lebenden Objekt“. Modelliert und gemessen wird mit einem so genannten Tribometer, das die Belastungen des Realsystems – in diesem Fall die Gleitlager des Saem – in kleinstem Maßstab im Labor nachbildet und testet. Ausserer: „Man kann dann anhand der wie in einem Zeitraffer erzeugten Verschleißbilder mit dem Laserscanningmikroskop sehen, wie zum Beispiel 100.000 Mal lenken auf die Kontaktflächen in einem bestimmten Gleitlager wirkt. So sind verlässliche Material- und Systemvergleiche innerhalb weniger Stunden möglich. Wir wissen beim Saem jetzt, welche Materialkombination die beste Performance über den Lebenszyklus hat.“

Startups wie Saem sind die Ausnahme bei V-Research – und eine sehr willkommene: „Wir konnten zusätzlichen Input in die Produktentwicklung einfließen lassen, weil wir ein gut aufgestelltes Team von Maschinenbauern, Physikern, Materialwissenschaftlern usw. sind, die – interessiert an einer für die Unternehmenspartner guten Lösung – ihr Know-how einbringen“, so Ausserer.

Alle Start up-Preise
der letzten Jahre im Überblick

2018

Start up-Preis 2018 – E-Scooter fürs Handgepäck

Das Start-up hat mit Unterstützung von V-Research einen Scooter entwickelt, der nur fünf Kilogramm wiegt und so beweglich ist, dass er sich leicht tragen und ins Handgepäck falten lässt.

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2017

Start up-Preis 2017 - Das Himmelslicht aus der Tasche

Mit Unterstützung des ACR-Instituts OFI hat das Wiener Start-up Pocket Sky einen Lichtbogen entwickelt, der dezent auf der Stirn getragen werden kann und leicht verstaubar ist.

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