Mobile Baustoff-Analyse für die Kreislaufführung

Rund 50 Teilnehmer*innen nahmen am 11. November 2022 am Online-Seminar „Kooperatives Baustofflabor für nachhaltige Material-Kreisläufe“ der drei ACR-Institute Holzforschung Austria (HFA), Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) und Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie (IBO) teil. Dabei wurden wesentliche Erkenntnisse aus dem ACR-Forschungsprojekt „Baucycle“ vorgestellt.

Im Fokus des Seminars stand die Kreislaufführung der Baumaterialien Altholz, Altfenster (Holz/Kunststoff) und gealterte Dämmstoffe (insbesondere XPS/EPS) und die damit verbundenen Herausforderungen, die von den drei Instituten im Rahmen des Projektes „Bau-Cycle“ untersucht wurden. Kern des Projektes war eine Infrastrukturanschaffung, die kooperativ durch die drei Institute genutzt wird, um in punkto Forschung und Prüfwesen neue Möglichkeiten für die Dämmstoff-, Holz- und Fensterbranche zu schaffen.

Diese Anschaffung wurde im ersten Block vorgestellt. Nach einer Einleitung von Dr. Martin Weigl-Kuska (HFA) der als Moderator durch das Seminar führte, sprach Mag. Hildegund Figl (IBO) über die Klassifizierung der Kreislauffähigkeit von Baustoffen. Im Anschluss erörterte DI (FH) Christina Fürhapper (HFA) die spezifische Baustoffanalyse im Kontext der Kreislauffähigkeit. Den Anschluss des ersten Blocks vor der Pause bestritt Dr. Gabriele Eder (OFI) über die mobile Baustoffdiagnostik und Screening Methoden. Die drei Referentinnen zeigten auf, dass das im Projekt etablierte Baustoffanalysenlabor sich nicht nur durch besondere Materialspezifität auszeichnet, sondern für Screening-Zwecke auch mobil auf Baustellen einsetzbar ist, um z.B. eine korrekte Klassifizierung von Altmaterialien vor Ort zu ermöglichen.
Den zweiten Teil „Bau-Zyklen zwischen Theorie und Praxis“ eröffnete Dr. Heimo Pascher (Austrotherm GmbH) über den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft am Beispiel von EPS/XPS-Dämmstoffen. Mag. Armin Hirsch MBA (beide Mareiner Altholz GmbH) zeigte die strukturerhaltende Altholznutzung als Antithese zum Downcycling. Einen Ausblick in die 1:1 Wiederverwendung von Fenster, Glas und Rahmen gab zum Abschluss Ing. Peter Kneidinger (materialnomaden).

Die Rückmeldungen waren äußerst positiv.