ACR Enquete 2019: Ausgezeichnete Forschungsleistung von KMU

Ein Mittel gegen Bettwanzen, ein Klarinetten-Mundstück, eine Raumklimaplatte für den Innenausbau, ein VR-Viewer für CT-Daten und eine tierversuchsfreie Testmethode für Medizinprodukte: Spannende Innovationen waren das heuer wieder, die das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort gemeinsam mit der ACR - Austrian Cooperative Research am 8. Oktober im Rahmen der ACR Enquete ausgezeichnet hat. Vergeben wurden zum 14. Mal die ACR Kooperationspreise, zum 10. Mal der ACR Woman Award und 3. Mal der ACR Start-up Preis powered by aws an ein innovatives Jungunternehmen.

Dienstagabend lud die ACR – Austrian Cooperative Research zur bereits 18. ACR Enquete in den Julius-Raab-Saal der WKO, wo die Kooperation zwischen KMU und den anwendungsorientierten Forschungsinstituten der ACR sowie die gemeinsame Forschungsleistung im Mittelpunkt stand. Rund 250 geladene Gäste aus Wirtschaft, Forschung und Politik waren dabei, als die drei Kooperationspreise, der Woman Award und der Start-up Preis powered by aws verliehen wurden.

Nach der Begrüßung durch WKO Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller, folgte ein Eröffnungsgespräch mit Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Iris Rauskala, Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Gernot Grimm, Sektionsleiter im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und ACR-Präsident Martin Leitl.

„Innovation und Qualität entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe im weltweiten Wettbewerb. Die ACR ist hier ein wichtiger Partner, gerade für die Klein- und Mittelbetriebe, die das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes bilden. Die gezielte Stärkung der standortrelevanten Forschung ermöglicht die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen und ist deshalb eine Investition in die Zukunft. Ich bedanke mich beim scheidenden Präsidenten Martin Leitl für seinen unermüdlichen Einsatz für den Innovationsstandort Österreich. In seiner Funktion hat er das Profil der ACR maßgeblich gestärkt und die digitale Transformation nach innen und außen konsequent vorangetrieben“, so Wirtschafts- und Digitalministerin Elisabeth Udolf-Strobl. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die ACR seit 1995.

Für Wissenschaftsministerin Iris Rauskala ist die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Forschungsland Österreich: „Wenn wir Innovation Leader werden wollen, müssen wir die Überleitung und Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung verbessern, um in weiterer Folge mehr Impact zu generieren. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen wie sie die ACR seit Jahren unterstützt. Mein Dank gilt insbesondere Präsident Martin Leitl für seinen jahrelangen Einsatz um den Innovationsstandort.“

Sektionsleiter Gernot Grimm betonte, dass „steuerfinanzierte Forschung, insbesondere angewandte Forschung, niemals Selbstzweck sein kann und darf, sondern letztlich volkswirtschaftlich erkennbare Erfolge erbringen muss. Voraussetzung dafür ist die umfassende Einbindung der Wirtschaft“.

ACR-Präsident Martin Leitl ergänzte, dass „eine Organisation wie die ACR gerade in diesem Zusammenhang wichtiger ist denn je. Österreich braucht innovative KMU und die KMU brauchen die ACR, um die großen Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Die Kooperationspreise zeigen das immer wieder aufs Neue.“
Der ACR Woman Award, der seit 2010 im Rahmen der Enquete verliehen wird, macht Leistungen von Frauen in Technik und Wissenschaft sichtbar. „Durch diese Auszeichnung werden Forscherinnen für ihre exzellenten Forschungsleistungen vor den Vorhang geholt und vielfältige Berufswege in den Naturwissenschaften und der Technik aufgezeigt. Die Preisträgerinnen haben aber auch eine wichtige Vorbildfunktion für nachfolgende Generationen von Forscherinnen“, so Barbara Weitgruber, Juryvorsitzende und Sektionschefin im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.
Der ACR Start-up Preis powered by aws wurde heuer bereits zum dritten Mal an ein innovatives Jungunternehmen vergeben, das sich bei einem ACR-Institut Unterstützung geholt hat. aws Geschäftsführer Bernhard Sagmeister: „Start-ups sind wesentliche Akteure, wenn es um die Schaffung von standortrelevanten Innovationen geht. Sie tragen mit ihren Produkten und Services zum Erfolg und Wachstum des Standorts bei und schaffen nachhaltig neue Arbeitsplätze. Als Förderbank des Bundes unterstützen wir Unternehmen in allen Phasen mit Garantien, Krediten, Zuschüssen, Eigenkapital sowie Coaching. Mit Auszeichnungen wie dem ACR Start-up-Preis bieten wir diesen innovativen Projekten zusätzlich eine Bühne und schaffen damit Role Models für Gründerinnen und Gründer.“

Im Anschluss an die Preisverleihung überreichte Bundesministerin Udolf-Strobl ACR-Präsident Martin Leitl den Ehrentitel Baurat für sein Engagement für den Baustoff Ziegel und nachhaltige Bauinitiativen. Maria Kollmann und Gerhard Schindelbacher, die beiden Vizepräsidenten der ACR, dankten Martin Leitl zudem für seine Verdienste für die ACR und die außeruniversitäre, angewandte Forschung in Österreich. Im Juni 2020 zieht sich Martin Leitl aus der ACR zurück, seine Nachfolge als ACR-Präsidentin wird die Unternehmerin Iris Filzwieser, Geschäftsführerin der Mettop GmbH, übernehmen.

Zu den Preisträgerinnen und Preisträger 2019

ACR Kooperationspreise 2019

ACR Woman Award 2019

ACR Start-up Preis 2019

Bildergalerie https://www.apa-fotoservice.at/galerie/19587

Videos https://www.youtube.com/user/ACRVerein

Rückfragen
Mag. Rita Kremsner
Öffentlichkeitsarbeit
ACR – Austrian Cooperative Research
Haus der Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien
Tel. 01 219 85 73-12, kremsner@acr.ac.at
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Der ACR Kooperationspreis zeichnet eine erfolgreiche Innovation von einem österreichischen KMU mit einem ACR-Forschungsinstitut aus. Bewertet werden etwa Innovationsgehalt, praktische Anwendbarkeit, wirtschaftlicher Erfolg, Auswirkung auf die Wettbewerbssituation und Beschäftigungseffekte. Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern folgender Stellen zusammen: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, KMU Forschung Austria, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Rat für Forschung und Technologieentwicklung, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich. Das KMU sowie das beteiligte ACR-Institut erhalten ein Preisgeld in der Höhe von 2.000 Euro. Zusätzlich erhält das KMU einen Gutschein für einen Sales-check vom Arbeitskreis Vertriebsberatung der Wirtschaftskammer Wien.

Der ACR Start-up Preis powered by aws wurde 2019 zum dritten Mal vergeben und zeichnet ein innovatives Start-up für eine Produkt- oder Prozessinnovation aus, das mit einem ACR-Institut zusammengearbeitet hat. Mit dem Start-up Preis machen aws und ACR nicht nur die individuelle Leistung der Gewinnerinnen und Gewinner sichtbar, sie schaffen auch Aufmerksamkeit für die Innovationskraft in Österreich. Die Jurierung erfolgte durch die aws, bewertet wurden Innovationsgehalt, Wachstumspotenzial, Engagement und Maßnahmen zur Sicherung des geistigen Eigentums. Das Start-up sowie das beteiligte ACR-Institut erhalten ein Preisgeld in der Höhe von 2.000 Euro, von der aws erhält das Start-up zusätzlich einen Beratungsgutschein in der Höhe von 2.000 Euro.

Der ACR Woman Award wird an eine Forscherin in einem naturwissenschaftlich-technischen Gebiet vergeben, die an einem ACR-Institut arbeitet. Ziel ist es, mit diesem Preis die individuelle Leistung der ausgezeichneten Wissenschaftlerin sichtbar zu machen und Frauen zu motivieren, eine Karriere in Naturwissenschaft und Technik einzuschlagen. Die eingereichten Anträge werden hinsichtlich Entwicklungspotenzial der Wissenschaftlerin, Innovationsgehalt des Projekts und praktische Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse beurteilt. Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern folgender Stellen zusammen: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, KMU Forschung Austria, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Rat für Forschung und Technologieentwicklung, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich. Die Forscherin erhält ein Preisgeld in der Höhe von 2.000 Euro.

ACR - Austrian Cooperative Research ist ein Netzwerk von privaten Forschungsinstituten, die Forschung & Entwicklung für Unternehmen betreiben. Ihr bedarfsorientiertes Angebot richtet sich speziell an KMU, um sie an Innovationen heranzuführen bzw. sie in ihren Innovationsbestrebungen zu unterstützen, ihnen das nötige Know-how zu vermitteln und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu kommen Prüfen, Inspizieren und Zertifizieren sowie Technologie- und Wissenstransfer. 2018 erwirtschafteten die ACR-Institute einen Gesamtumsatz von 64 Millionen Euro. www.acr.ac.at

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