Iris Filzwieser neue ACR-Präsidentin

Das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research hat ab 18. Juni 2020 eine neue Präsidentin. Die Metallurgin und Unternehmerin Iris Filzwieser übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz von Martin Leitl, der sich nach 14 Jahren aus dieser Funktion zurückzieht. Zusammen mit Geschäftsführerin Sonja Sheikh stehen nun erstmals zwei Frauen an der Spitze des Netzwerks, das sich vor allem auf KMU fokussiert.

Iris Filzwieser ist promovierte Metallurgin, Unternehmerin und Mutter von vier Kindern. Während ihres Studiums an der Montanuniversität Leoben spezialisierte sie sich im Bereich der Nichteisenmetallurgie. 2005 gründete sie die METTOP GmbH, ein Engineering-Unternehmen, das sich auf die Optimierung und Entwicklung von Technologien im Bereich metallurgischer Prozesse spezialisiert hat. Zudem ist sie Prokuristin der PolyMet Solutions GmbH und Mitgründerin und Gesellschafterin der UrbanGold GmbH.

Seit 2014 war Filzwieser bereits als Mitglied des Beirats für die ACR tätig. Das unabhängige Gremium berät das Forschungsnetzwerk in ihrer strategischen Entwicklung und bringt die "Außensicht" unabhängiger Experten aus Wirtschaft und Innovation in die Arbeit der ACR-Institute ein. Das heißt, sie kennt die ACR und ihr Umfeld sehr gut und weiß als Unternehmerin auch um die Bedürfnisse und Sorgen der KMU bestens Bescheid. Mit der ACR will Filzwieser die Berührungsängste der KMU zur wissenschaftlichen Forschung minimieren, um ihr ganzes Innovationspotenzial auszuschöpfen. „Ich freue mich sehr darauf, die ACR repräsentieren zu dürfen. Die ACR steht für ein unkompliziertes und sehr effektives Netzwerk aus unterschiedlichen außeruniversitären Forschungsinstituten auf höchstem Niveau. In Zukunft sollen die  ACR Institute in der Öffentlichkeit und bei den KMU noch bekannter werden. Zusammen mit den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle wollen wir klar machen, wo und wie die vielen Institute der ACR unterstützen und helfen können“, erläutert die neue ACR-Präsidentin.

„Forschung und Entwicklung gehören zu den wirksamsten Instrumenten, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Das hohe Innovationspotenzial unserer Unternehmen zu heben ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Die ACR hat hier eine wichtige Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, indem sie KMU am Beginn der Innovationskette abholt und sie dabei unterstützt, ihre Ideen auf den Boden zu bringen. Iris Filzwieser ist selbst Unternehmerin und wird in der ACR neue Impulse setzen, um diese Hebelwirkung weiter zu verstärken“, betont Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

„Mit Iris Filzwieser wird eine Frau Präsidentin der ACR, die geradezu ideale Voraussetzungen für diese Funktion mitbringt: als Unternehmerin, die mit ihren Produkten am Weltmarkt vertreten ist, kennt sie die Bedeutung von Innovation nur zu gut. Mit ihrer offenen und geradlinigen Art nimmt sie Herausforderungen an und wird damit die ACR zum Wohle des nationalen Innovationssystems und der österreichischen Wirtschaft weiter voran bringen. Ich wünsche ihr und der ACR alles Gute!“ sagt Martin Leitl, der sich nach 14 Jahren als ACR-Präsident in den Ruhestand zurückzieht.

„Ich habe die Zusammenarbeit mit unserem sehr erfahrenen und besonnen Präsidenten, Martin Leitl, sehr geschätzt und Danke ihm für sein Engagement all die Jahre im Interesse der ACR. Iris Filzwieser ist als dynamische und erfolgreiche Gründerin und Unternehmerin die bestmögliche Nachfolgerin für diese Funktion. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass die ACR an Schlagkraft und Bekanntheit dazugewinnt und der Innovationsoutput der Österreichischen KMU weiter steigt“, ist Sonja Sheikh, Geschäftsführerin der ACR überzeugt.

ACR - Austrian Cooperative Research ist ein Netzwerk von privaten Forschungsinstituten, die Forschung & Entwicklung für Unternehmen betreiben. Ihr bedarfsorientiertes Angebot richtet sich speziell an KMU, um sie an Innovationen heranzuführen bzw. sie in ihren Innovationsbestrebungen zu unterstützen, ihnen das nötige Know-how zu vermitteln und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu kommen Prüfen, Inspizieren und Zertifizieren sowie Technologietransfer und Wissenstransfer. Damit trägt die ACR dazu bei, dass Innovation auch in mittelständischen Unternehmen präsent ist und hier Hürden beim Zugang zu Forschung und Entwicklung abgebaut werden. Die ACR nimmt dabei eine dreifache Brückenfunktion ein: von der Wissenschaft zurWirtschaft, von Leitbetrieben zu KMU und vom internationalen zum österreichischen Innovationssystem.

 

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