Mittel für die Forschung

Das Programm "Innovationsscheck Plus" mobilisiert – den Programmzielen entsprechend – Zielgruppen, die vor Einführung nicht erreicht wurden. Jährlich werden mit einem verhältnismäßig geringen Mitteleinsatz von rd. zwei Mio. Euro bis zu 200 Unternehmen erreicht. Die Forschungspartner der Unternehmen sind dabei mehrheitlich außeruniversitäre Forschungsinstitute. Das ergab die Zwischenevaluierung der KMU Forschung Austria zum Thema.

Die KMU Forschung Austria führte im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft  eine Zwischenevaluierung des Programms Innovationsscheck Plus durch. Der Endbericht ist seit Juni 2015 online.

Mitte 2011 wurde der Innovationsscheck Plus (10.000 Euro) vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eingeführt. Gegenüber dem "kleinen" Innovationsscheck (5.000 Euro) sollten mit dem Innovationsscheck Plus Innovationsvorhaben "größeren Umfangs und höherer Komplexität" angestoßen werden, damit Unternehmen Forschung und Entwicklung auch tatsächlich aufnehmen. Ziel der Zwischenevaluierung, die die KMU Forschung Austria zwischen Oktober und Dezember 2014 machte, war eine Analyse von Konzeption, Umsetzung, Zielbeitrag und Wirkungen des Programms.

Von Juni 2011 bis Juni 2014 konnten 668 Projektpartner (Unternehmen und Forschungseinheiten) insgesamt 334 Forschungsvorhaben umsetzen. Der Großteil der partizipierenden Unternehmen stammte aus Wien (26 Prozent), der Steiermark (24 Prozent) und Oberösterreich (19 Prozent). Die Forschungspartner sind außeruniversitäre Forschungsinstitute (41 Prozent), Universitäten (42 Prozent) oder Fachhochschulen (17 Prozent). Für mehr als die Hälfte der Unternehmen stellte die Beteiligung am Programm Innovationsscheck Plus eine Erstförderung durch die FFG dar, weitere 14 Prozent hatten vorher lediglich den kleinen Innovationsscheck in Anspruch genommen.

"Durch den Innovationsscheck Plus werden Zielgruppen mobilisiert, die bisher nicht erreicht wurden", erklärt Peter Kaufmann von der KMU Forschung Austria. "Über der Hälfte der geförderten Unternehmen wurde mit dem Innovationsscheck Plus zum ersten Mal von der FFG unterstützt. Zählt man jene Unternehmen hinzu, die über die Kette kleiner Innovationsscheck (5.000 Euro) und Innovationsscheck Plus den Zugang zum Förderportfolio der FFG gefunden haben, so ergeben sich zwei Drittel an Neukunden. Den Programmzielen entsprechend werden damit Eintrittsbarrieren überwunden." Und weiter: "Die Unternehmen betrachteten die erbrachten Leistungen der Forschungspartner fast vollständig als sehr zufriedenstellend bzw. kam es laut Interviewpartnern in einigen Fällen sogar zu einer Übererfüllung durch den beteiligten Forschungspartner."

Das Fazit: Der Innovationsscheck Plus ist ein Programm, mit dem der Staat Österreich jährlich mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz von rd. zwei Mio. Euro bis zu 200 Unternehmen erreicht, und sie bei der Realisierung von überwiegend innovativen Produktideen unterstützt. Dies stellt einen hoch effektiven Mitteleinsatz dar, solange die intendierten Zielgruppen angesprochen werden können, die ihre Projekte dann auch intern weitertragen.

Internationaler Vergleich: Innovationsschecks erfreuen sich aufgrund ihrer Einfachheit einer international großen Beliebtheit. Seit Einführung des ersten Innovationsschecks in den Niederlanden im Jahr 2006 ist die Anzahl der Innovationsscheck Programme in Europa deutlich angestiegen.

Zwischenevaluierung des Programms Innovationsscheck Plus, Endbericht
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wissenschaft
Erstellt von der KMU Forschung Austria

Innovationsscheck Plus...

www.ffg.at

www.kmuforschung.ac.at