130 Jahre Stabilität und Innovation

Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie blickt immer nach vorne – mit Ausnahme ihres 130-Jahr-Jubiläums: 1894 wurde der „Verein österr. Zementfabrikanten“ mit dem Ziel der gemeinsamen Vertretung nach außen und der Lösung technischer und wissenschaftlicher Herausforderungen gegründet. Die Herausforderungen haben sich über die Jahre stetig verändert, ihrem Credo ist die VÖZ aber stets treu geblieben.

Schwarz-Weiß-Foto eines Gebäudes
Schwarz-Weiß-Foto eines Labors

Die Forschung nahm bei der VÖZ schon sehr früh einen hohen Stellenwert ein. So geht die Gründung des ersten Zement-Forschungsinstituts auf das Jahr 1912 zurück. 1953 wurde das Forschungsinstitut zur staatlich autorisierten Prüfanstalt für Bindemittel und 1962 auch für Beton. Bereits ab den 1960ern spielten zudem auch Beratungs- und Schulungsangebote sowie die Betreuung von Normenausschüssen eine bedeutende Rolle.

Innovation und Austausch im Fokus

Das Forschungsinstitut der 1980er-Jahre war unter anderem geprägt von Weiterentwicklungen in der Prüfung der Frostbeständigkeit von Beton. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Untersuchungen zur Stahlkorrosion von Brückentragwerken infolge  von Streusalz. Die 1990er-Jahre brachten neue Herausforderungen, zunächst bei der bevorstehenden Erneuerung der A1. Um die Lärmbelastung gering zu halten und eine ausreichende Recyclingfähigkeit zu gewährleisten, wurde die Waschbetonbauweise aus den USA übernommen, die bis heute erfolgreich beim Bau von Verkehrsflächen aus Beton im Einsatz ist. In den 2000er-Jahren stellte man in Betondecken die ersten Fälle der Alkali-Kieselsäure-Reaktion fest, zu deren Vermeidung entsprechende Regelwerke geschaffen werden mussten. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt war die Optimierung der Kornzusammensetzung im Feinbereich, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit des Betons sicherzustellen. Neue Geräte ermöglichten es dem Forschungsinstitut, Sieblinien des Bindemittels bis in den Mikrometerbereich zu optimieren.

Forscherin bei der Arbeit im Labor

Dekarbonisierung als oberste Priorität

Als einer der ersten Verbände erstellte die VÖZ 2004 einen Nachhaltigkeitsbericht, der die Grundlage für den Forschungs- und Innovationsschwerpunkt zum Thema Heizen und Kühlen mit Beton bilden sollte. Das Institut hat das Potenzial der thermischen Bauteilaktivierung als alleiniges Heiz-Kühl-System in gut gedämmten Gebäuden früh erkannt und wichtige Pionierarbeit geleistet.

Derzeitiges Hauptaugenmerk der VÖZ sowie der 2013 als 50:50 Joint Venture mit der TU Wien gegründeten Smart Minerals GmbH liegt auf der Dekarbonisierung von Zement. Im Projekt „CarboRate“ wird etwa das CO2-Aufnahmepotential von Beton unter verschiedenen Bedingungen ermittelt. Im Rahmen eines kürzlich gestarteten FFG-geförderten Forschungsprojekts gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Aufbereitung und Veredlung der Montanuniversität Leoben sollen zudem Methoden entwickelt werden, um den Anteil an alternativen Rohstoffen in der Klinkerherstellung zu erhöhen. Damit ist der Grundstein für einen weiteren bedeutsamen Beitrag zu der von der VÖZ verabschiedeten Roadmap 2050 für eine CO2-neutrale Zementherstellung gelegt.

News

Neuigkeiten aus
dem Netzwerk

  • ACR
  • 09/26
Blick in einen gut besuchten Veranstaltungsraum

ACR-Workshop bei den Technology Talks Austria 2026

Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität in Europa standen im Fokus der Technology Talks Austria 2026 mit mehr als 1.000 Teilnehmenden. Der gemeinsame Workshop von BMWET und ACR widmete sich unter dem Titel „Speed to Market: Kollaborative Forschung als Innovationsturbo“ vor allem der Frage, wie Forschungsergebnisse rascher in marktfähige Produkte umgewandelt werden können.

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  • ACR
  • 09/26
Zwei Frauen bei einer Preisverleihung auf der Bühne

Falling Walls Lab: Große Bühne für Nachwuchstalente

Im Rahmen des FFG-Forums fand am 9. September 2026 das Finale des Fallings Walls Lab Vienna, einem Ideen-Wettbewerb für junge Forschende, Unternehmer*innen und Innovator*innen, statt. Mit ihrem Pitch rund um Sauerstoffionenbatterien konnte sich Claudia Steinbach beim Publikumsvoting durchsetzen.

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  • ACR
  • 06/26
Magazine auf Holzuntergrund

ACR präsentiert positive Bilanz

Trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation legt das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research in der aktuellen Bilanz wieder erfreuliche Zahlen vor. Nahezu 15.000 Kunden, ein Gesamtumsatz von rund 87 Mio. Euro und 840 Beschäftigte unterstreichen die Schlüsselrolle der ACR als Übersetzer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Innovationen.

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  • ACR
  • 06/26
Gruppenfoto

ACR startet sieben neue Forschungsprojekte!

Die ACR-Institute betreiben kooperative Forschung an der Schnittstelle zur Wirtschaft. Sie fungieren als ausgelagerte Entwicklungsabteilungen und unterstützen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei ihren Innovationsaktivitäten – von der ersten Idee bis zum marktfähigen Produkt. Jedes Jahr fördert die ACR aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) KMU-Projekte mit einem Volumen von rund 2 Millionen Euro. Sieben Projekte konnten sich heuer im Wettbewerbsverfahren durchsetzen. Beim Kick-off-Event am 16. Juni 2026 wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt.

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  • OFI
  • 06/26
Vier Herren auf dem Podium bei einer Veranstaltung

ACR-Gründungsmitglied OFI feiert 80-jähriges Bestehen

Seit 80 Jahren steht das OFI für anwendungsorientierte Forschung an der Schnittstelle zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Als ACR-Gründungsmitglied hat das Institut die Entwicklung des Forschungsnetzwerks maßgeblich mitgeprägt und zählt bis heute zu dessen wichtigsten Innovationstreibern. Bei der Jubiläumsfeier im Wiener Arsenal stand neben der Erfolgsgeschichte die Rolle des OFI als starker Partner für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft im Mittelpunkt.

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  • ACR
  • 06/26
6 Personen bei einer Podcast-Aufnahme

ACR Podcast: Zusammenfinden und gemeinsam wachsen

Welche Bedeutung F&E-Kooperationen für die Innovationskraft von Unternehmen und den heimischen Wirtschaftsstandort haben und wie sie gerade im KMU-Bereich noch stärker forciert werden können, haben wir ACR-Präsidentin und Unternehmerin Iris Filzwieser, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank Martin Kocher und Senior Researcherin am Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz Evelin Fisslthaler in unserem Podcast »RundUmForschung« gefragt.

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  • ACR
  • 05/26
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ACR auf Studienreise in Warschau

Ende April führte die ACR-Studienreise eine 42-köpfige Delegation, darunter Vertreterinnen und Vertreter der ACR-Institute und anderer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, Ministerien, Förderagenturen, Interessenvertretungen sowie Medien, nach Warschau. Polen verzeichnete in den letzten Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum, in der Forschung setzt man auf Dual Use und Zukunftstechnologien.

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Am 24. April 2026 machte die "Lange Nacht der Forschung" Wissenschaft und Innovation aus Österreich einmal mehr sichtbar und erlebbar. Die ACR war mit drei Forschungsstationen in Wien und Graz vertreten.

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  • 05/26
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Innovationsleistung österreichischer KMU weiter rückläufig

In seinem Bericht „KMU im Fokus“ zeigt das ACR-Institut KMFA alljährlich die Bedeutung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) für die österreichische Wirtschaft auf. Die aktuelle Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig der Situation von KMU entlang ihrer zentralen Entwicklungsphasen von der Gründung bis zur Schließung.

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ZSI startet elf neue Horizon Europe Projekte

Das ACR-Institut ZSI startete mit elf neuen Horizon Europe Projekten ins Jahr 2026. Im Forschungsfokus stehen etwa partizipative Wege der Wissenschaftsvermittlung, der Mensch als Mittelpunkt industrieller Innovationen oder gemeinschaftliche Lösungsansätze für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum.

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Pokal

ÖIV – Staatspreis Smart Packaging

Mit dem Staatspreis Smart Packaging werden innovative, nachhaltige und ganzheitliche Verpackungslösungen in den Kategorien B2B, B2C sowie Verpackung der Zukunft prämiert. Einreichungen sind bis noch bis 29. Mai 2026 möglich.

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Falling Walls Lab Vienna geht in die nächste Runde

Der internationale Pitch-Wettbewerb "Falling Walls Lab" für Nachwuchstalente aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft findet heuer zum zweiten Mal in Wien statt. Bewerbungen sind bis zum 29. Mai 2026 möglich.

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Veranstaltungssujet

OFI – Jetzt für den HFM Sustainability Award einreichen

Der H. F. Mark Sustainability Award zeichnet Forschungsprojekte aus, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Kunststoff beitragen. Einreichungen sind bis Ende Mai 2026 möglich. 

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AEE INTEC – Neues Innovationslabor für die Wärmewende

Mit der Allianz WärmeZukunft gibt es in Österreich ein neues Innovationslabor für die nachhaltige Transformation des Wärme- und Kältesektors. Getragen wird die mit 10 Mio. Euro dotierte Initiative von Green Energy Lab und AEE INTEC.

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  • V-Research
  • 01/26
Bildschirm mit Lichtwellen

V-Research – Neues Transferzentrum für Photonik-Forschung

Vorarlberg investiert in die Zukunft: Im EU-Förderprogramm IBW/EFRE wurden vier neue Transferzentren mit rund 5 Mio. Euro für drei Jahre genehmigt. „Photonics for Industry“ bündelt unter der Beteiligung des ACR-Instituts V-Research bestehende Photonik-Kompetenzen für Anwendungen in den Bereichen Quantentechnologie, Life Sciences, Umweltsensorik und Telekommunikation.  

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  • OFI
  • 01/26
Menstruationsprodukte

OFI – Gates Foundation unterstützt Forschung für sichere Menstruationsprodukte

Mit dem Projekt "LEIFS" hat Elisabeth Mertl, Forscherin am ACR-Institut OFI, die Entwicklung internationaler Sicherheitsstandards für Menstruationsprodukte angestoßen. Finanzielle Unterstützung kommt dabei nun auch von der Gates Foundation.

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  • LVA
  • 11/25
Bunter Mix aus verschiedenen Lebensmitteln, v.a. Obstsorten

LVA – Auf dem Weg zum 100-Jahre-Jubiläum

2026 feiert die Lebensmittelversuchsanstalt, Gründungsmitglied der ACR, ihr 100-jähriges Bestehen. Einen ersten Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr gab es bereits Anfang November im Rahmen einer spannenden Podiumsdiskussion rund um die Zukunft der Lebensmittelsicherheit in Europa.

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  • ACR
  • 10/25
Gruppenfoto auf der Bühne bei einer Preisverleihung

ACR vergibt Innovationspreise

Jedes Jahr holt die ACR – Austrian Cooperative Research zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) KMU-Innovationen auf die Bühne. Im Rahmen der ACR-Enquete am 15. Oktober 2025 wurden vor rund 120 Gästen aus Wirtschaft, Forschung und Politik insgesamt fünf Preise vergeben: der ACR Woman Award, der ACR Start-up Preis und drei ACR-Innovationspreise.

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  • ACR
  • 09/25
Gruppenfoto

ACR startet sieben neue Forschungsprojekte!

Die Institute im ACR-Netzwerk forschen zusammen mit und zum Nutzen von Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren. Das Ergebnis sind marktnahe Innovationen mit nachhaltigem Impact. Aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) fördert die ACR jedes Jahr KMU-Projekte mit einem Volumen von rund 2 Millionen Euro. Heuer haben sich sieben Projekte in einem strengen Auswahlverfahren durchgesetzt. Beim Kick-off-Event am 22. September 2025 wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt.

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  • ACR
  • 08/25
Veranstaltungssaal mit gefüllten Sitzreihen und Leinwand

ACR bei den Technology Talks Austria 2025

Knapp 900 Teilnehmer*innen und 125 Speaker*innen diskutierten im Rahmen der Technology Talks Austria 2025 über die Rolle von Forschung, Technologie und Innovation für die Zukunft Europas. Im gemeinsamen Workshop von BMWET, ACR, CDG und Fraunhofer Austria drehte sich unter dem Titel „Research to Impact“ alles um die Wettbewerbsfähigkeit von KMU durch effektiven Wissenstransfer.

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