ACR-Newsletter 03/2016

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Herbst beginnt, die politische Sommerpause ist vorüber und damit Gelegenheit, zu fragen, was wir aus diesem Sommer an Diskussionsstoff und Themen mitnehmen. Für uns ist es die Frage, wieviel Staat oder auch politische Steuerung denn eigentlich die Forschung braucht? Und vor allem welche?

Wir konnten diese Frage in diesem Sommer unter anderem beim diesjährigen Europäischen Forum Alpbach während der Technologiegespräche diskutieren. Tatsächlich aber begleitet dieses Thema kontinuierlich alle unsere Aktivitäten. „Innovation“ wird vielfach als das Ergebnis individuellen Genies oder Forschergeistes gesehen. Blickt man aber gerade auf die forschenden Unternehmen, insbesondere die KMU, so erlebt man, dass es entsprechender Strukturen und auch Förderungen braucht, um die Innovationsfähigkeit zu erzielen, die Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sich wünschen. Die KMU, 99,6 Prozent aller Unternehmen in Österreich, leisten in allen Branchen Wesentliches für die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes. Mit der fortschreitenden Digitalisierung verändern sich aber auch die Parameter für Innovationen – und damit möglicherweise auch der Bedarf an entsprechenden Strukturen. Brauchen wir also mehr Innovation auch in der Förderung? Mehr Flexibilität? Noch mehr Bottom up als Top down?

Wir sind mit dem „Innovationsagenten“ gerade dabei, einen solchen neuen innovativen Förderansatz zu entwickeln. Wir haben das Modell des persönlichen „Agenten“ in Dänemark kennengelernt und seither hier in Österreich weiterentwickelt. Es ist ein besonders einfaches und unkompliziertes Modell, um vielversprechende Ideen aufzuspüren und zu Innovationen weiterzuentwickeln. Wir setzen uns dafür ein, dieses Modell auch in Österreich Realität werden zu lassen.

Nun aber freuen wir uns, Ihnen mit diesem Newsletter einige spannende Forschungsprojekte und Innovationen vorzustellen.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen

Rita Kremsner