KMFA: Auswirkungen der Corona-Krise auf KMU

Kaum eine Branche war in den vergangenen Wochen und Monaten nicht von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Die KMU Forschung Austria hat im Detail untersucht, wie hoch der Geschäftsentgang in verschiedenen Wirtschaftsbereichen ausgefallen ist und mit welchen Maßnahmen die Unternehmen gegensteuern.

Im Gewerbe und Handwerk kam es im Zeitraum März bis Mai 2020 zu hohen Umsatzeinbrüchen (März: -21%, April: -31%, Mai: -17% im Jahresvergleich). Besonders betroffen waren die Bereiche Gesundheit/Wellness und Kreativ/Design. Rund ein Drittel der Gewerbe- und Handwerksbetriebe hat Investitionsvorhaben abgebrochen und den Einkauf von Waren und Material sowie Fremdleistungen reduziert. Einige Unternehmen beschreiten gänzlich neue Wege und nutzen Alternativen. 7% geben an, neue Arten von Produkten oder Leistungen anzubieten. Zum Projektbericht

Im ersten Quartal 2020 kam es im stationären Einzelhandel im Jahresvergleich zu einem Umsatzrückgang von -2,5%. Während im Jänner und Februar noch eine positive Geschäftsentwicklung zu beobachten war, sind die Umsätze im März in Folge der coronabedingten Geschäftsschließungen um mehr als 16% zurückgegangen. Demgegenüber hat der österreichische Internet-Einzelhandel im März 2020 von der Situation profitieren können und – ausgehend von einem vergleichsweise geringen Niveau – ein Umsatzplus von rd. 50% erzielt. Zum Konjunkturbericht

Der Tourismus zählt zu den am schwersten von der Coronakrise betroffenen Branchen. Die KMU Forschung Austria hat anhand von Auswertungen aus ihrer Bilanzdatenbank analysiert, ab welchem Nachfrageniveau ein gewinnbringender Geschäftsbetrieb in der Hotellerie möglich ist. Es zeigt sich, dass die Hälfte der österreichischen Beherbergungsbetriebe zumindest 81% der „Vor-Corona“-Umsätze benötigt, um gewinnbringend arbeiten zu können. Zur Pressemitteilung

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