KOV setzt Digitalisierung auf internationaler Ebene um

Zusammen mit dem estnischen Partnerverband MTÜ Eesti Pottsepad hat das ACR-Institut Österreichischer Kachelofenverband (KOV) ein Digitalisierungsprojekt bei den Erasmus+ Mobilitätsprojekten (KA1) eingereicht. Ziel ist es, eine internationale Schulung zum Kachelofenberechnungsprogramm (KOB) für die estnischen Hafner im Kachelofenverband im November 2019 in Wien umzusetzen.

Das Kachelofenberechnungsprogramm ist auf die Berechnung von keramischen Heizungen ausgelegt. Dank des Programms können auf einen Blick wichtige physikalische Zusammenhänge simuliert werden. Nach nur wenigen Dateneingaben und Klicks sieht der Ofenbauer auf einen Blick, ob das Heizgerät funktionstüchtig und rechtlich zugelassen wäre (Emissionsnachweis und Nachweis des Wirkungsgrads). Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Luftqualität in Europa – Stichwort Feinstaub – geleistet.

Das KOB, das vom KOV entwickelt wurde, ist bereits in elf Sprach- und Länderversionen erhältlich und wird stets auf dem aktuellsten Stand der Technik und Gesetzeslage des jeweiligen Landes gehalten. Da die Software auch in Estland vertrieben wird, soll eine ausgewählte Gruppe mit zwölf estnischen Hafnern in Österreich nicht nur die richtige Anwendung des Programms erlernen, sondern auch darin geschult werden, das erlernte Wissen an andere zukünftig erfolgreich weiterzugeben.
Damit würde die einfache Kachelofenberechnung in Estland auf den aktuellsten Stand gebracht werden und gleichzeitig die länderübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Bereits von 2014 – 2016 wurde ein Wissenstransfer-Projekt des Österreichischen Kachelofenverbands mit estnischen Berufsschullehrern und Hafnern über Erasmus+ erfolgreich durchgeführt.

 

Fotos