Ökologischer Zeitvorsprung

Umbauarbeiten werden in der Bauwirtschaft meist unter massivem Zeitdruck abgewickelt. Nicht nur einmal hat die HFA erlebt, dass Gutachten möglichst zeitnah erstellt werden müssen, da sonst die ganze Baustelle still steht. Gern wird als Verkehrsmittel das Fahrrad verwendet, um die Spezialisten der HFA schnellstens zum Ort des Geschehens in Wien zu bringen, damit sie Schäden durch Pilze und Insekten in kürzester Zeit begutachten können.

Wien, ein Dachboden eines Gründerzeithauses im 15. Bezirk. Die Bauaurbeiter sind damit beschäftigt, von der obersten Geschoßdecke die Ziegelpflasterung und die Beschüttung abzuräumen. Im Zuge eines Dachgeschoßausbaues soll hier eine Holz-Beton-Verbunddecke gefertigt werden, eine heutzutage sehr gängige Methode der Ertüchtigung von bestehenden Dippelbaumdecken. Da wird in einem Bereich der Deckenkonstruktion ein massiver Fäulnisschaden inklusive Pilzgeflecht entdeckt. Der Polier meldet den „Fund“ an den für die Bauabwicklung zuständigen Architekten. Dieser ruft die Experten der Holzforschung Austria zur Unterstützung.

Nach dem Anruf des Architekten schwingt sich der Fachmann der Holzforschung Austria, der die Begutachtung noch am selben Tag unterbringen kann, auf sein Fahrrad und fährt quer durch Wien zu der Baustelle. In den inneren Bezirken ist das Fahrrad eindeutig dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln überlegen. Umwege mit dem PKW, die Parkplatzsuche und das Ausfüllen der Kurzparkscheine oder zum Teil längere Fußwege bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln fallen weg. Solange keine großen Geräte oder eine Leiter mitzubringen sind, wird auch aus ökologischen Gründen dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln der Vorzug gegeben.

Die Spezialisten der Holzforschung Austria können vor Ort schnellstens mit der Begutachtung von Schäden an der Holzkonstruktion beginnen, die durch Pilze oder Insekten verursacht werden. Damit können unvorhergesehene Baustopps, die zu starken Verzögerungen oder auch zu Pönalen führen können, umgangen werden. Die Begutachtung kann  oft schon am nächsten Tag, fallweise noch am selben Tag, durchgeführt werden. Bei dieser wird in der Regel festgestellt, um welche Schadorganismen es sich handelt und wie groß das Ausmaß der Schäden an der gegenständlichen Schadensstelle ausfällt. Besonderes Augenmerk liegt in der Frage, ob es sich um einen Befall durch einen Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) handelt oder nicht. Weiters soll die Ursache für den Schädlingsbefall festgestellt werden, bei Fäulnisschäden geht es dabei um die Feststellung der Feuchtequelle. Und zuletzt werden die notwendigen Sanierungsmaßnahmen, die sich an der ÖNORM B 3802-4  „Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen gegen Pilz- und Insektenbefall“ orientieren, festgehalten.

Auch das abschließende Gutachten, in dem die vorgefundenen Schäden dokumentiert und die nowendigen Sanierungsmaßnahmen angeführt werden, kann möglichst rasch geliefert werden, damit auf der Baustelle weiter gearbeitet werden kann. In der Regel ist eine schnelle Abwicklung des Auftrages durch die HFA möglich. Noch am selben Tag kann im 15. Bezirk Entwarnung gegeben werden, es handelt sich nicht um einen Befall durch einen Echten Hausschwamm.


Kontakt:
DI Florian Tscherne
Tel. 01/798 26 23-15
f.tscherne@holzforschung.at

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