Strukturanalyse im stationären Einzelhandel 2018

Das ACR-Institut KMU Forschung Austria führt jährlich im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich – Sparte Handel eine Strukturanalyse durch. Für das Analysejahr 2017 zeigt sich ein Abschwächen des Strukturwandels im stationären Einzelhandel in Österreich. Die Zahl der Geschäfte sinkt weiterhin, wenngleich weniger stark als in den Vorjahren. Die Einzelhandelsverkaufsfläche bleibt gegenüber dem Vorjahr konstant hoch.

Bereits 2016 waren erste Anzeichen erkennbar, dass sich der Strukturwandel im stationären Einzelhandel abschwächt. In diesem Sinne kann 2017 als Jahr der Konsolidierung angesehen werden. Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte sinkt mit -1 % bzw. -400 Geschäften deutlich geringer als in den Vorjahren. Der Verkaufsflächenrückgang kommt überhaupt zu einem Stopp. Der Konjunkturaufschwung 2017 beschert dem stationären Einzelhandel steigende Quadratmeterumsätze und die Konzentration hat sich stabilisiert.

Aktuell stehen den KonsumentInnen in Österreich 37.400 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von rd. 13,7 Mio m² für ihren Einkauf zur Verfügung. Damit liegt die Einzelhandelsverkaufsfläche in Österreich mit 1,56 m² pro Einwohner/in weiterhin im europäischen Spitzenfeld – Platz 3 im EU-28-Ranking nach Belgien und den Niederlanden. Im EU-28-Durchschnitt ist von einer Verkaufsflächendichte von 1,17 m² auszugehen.

Dynamik bei EKZ / FMZ / FMA schwächt sich ab – trotzdem kommt den Agglomerationen eine hohe Bedeutung zu


Aktuell liegen von 37.400 Einzelhandelsgeschäften in Österreich 6.060 in den analysierten 22-Top-Geschäftsstraßen. Der Angebotsmix in den Innenstädten verändert sich hin zu Gastronomie & Dienstleistungen. Während die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte und die Einzelhandelsverkaufsfläche in den Top-Innenstadtlagen 2017 um jeweils -1 % gegenüber 2016 gesunken sind, steigt die Gesamtfläche durch Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe weiter an. 6.160 Einzelhandelsgeschäfte befinden sich in den 235 Einkaufs- und Fachmarktzentren (EKZ/FMZ), die in Summe knapp 2,9 Mio m² Verkaufsfläche auf sich vereinen (ein Teil davon liegt in innerstädtischen Geschäftsstraßen). Die Wachstumskurven bei den EKZ/FMZ flachen in den letzten Jahren ab. Auch die Dynamik bei den Fachmarktagglomerationen (FMA) schwächt sich ab. Im aktuell verfügbaren Basisjahr 2016 beherbergen die 253 Fachmarktagglomerationen 2.980 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Einzelhandelsverkaufsfläche von knapp 4,3 Mio m². Mittlerweile entfallen 34 % aller Einzelhandelsgeschäfte und 52 % der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche in Österreich auf Einkaufs-/Fachmarktzentren sowie Fachmarktagglomerationen.

Mehr Informationen unter https://www.kmuforschung.ac.at/strukturanalyse-im-stationaeren-einzelhandel-2018/

Fotos