Als Nebenprodukt der Holzindustrie fällt Baumrinde in beträchtlichen Mengen an, wird aktuell aber zumeist zur Energiegewinnung verbrannt und keiner anderweitigen Nutzung zugeführt. Dabei handelt es sich um einen äußerst vielseitigen nachwachsenden Rohstoff, der Fichte, Buche und Co verlässlich vor Witterungseinflüssen, mechanischer Beschädigung und Mikroorganismen schützt und damit alle Eigenschaften vereint, die von einer klassischen Holzbeschichtung erwartet werden. Erklärtes Ziel des europäischen Forschungsprojekts „SuperBark“ unter der Leitung des Technical Research Centre of Finland (VTT) ist es daher, Baumrinde erstmals im industriellen Maßstab nutzbar zu machen, wobei der Fokus beim Einsatz auf hochbeanspruchten Böden wie Transportflächen von LKWs, Flugzeugen, Zügen oder Schiffen liegt.