Als bedeutender Wirtschaftszweig in Österreich und europaweit steht die Möbelindustrie derzeit massiv unter Zugzwang. Denn Tische, Sessel und Co verursachen in ihrer Herstellung einen erheblichen ökologischen Fußabdruck, landen aber oft schon nach kurzer Zeit auf dem Sperrmüll. Verstärkt wird der Handlungsdruck durch steigende regulatorische Anforderungen wie den Digitalen Produktpass und die Ökodesign-Verordnung. Abhilfe soll nun das kürzlich gestartete Forschungsprojekt „ReFurniture“ schaffen, in dem die Holzforschung Austria gemeinsam mit der Universität für angewandte Kunst Wien, Fraunhofer Austria und Industriepartnern daran arbeitet, Möbel nachhaltiger und langlebiger zu gestalten.
Dass Einrichtungsgegenstände bisher kaum im Kreislauf geführt werden, liegt unter anderem an der hohen Material- und Designvielfalt und oftmals schwer zerlegbaren Konstruktionen. Hinzu kommt der Trend hin zu „Fast Furniture“. Demnach werden Möbel günstig erworben und bei kleinen Schäden oder aus rein ästhetischen Gründen nach kurzer Zeit ersetzt und thermisch verwertet oder deponiert.