Rund 20% der Wohnungen befinden sich hierzulande in Gründerzeithäusern, die vielerorts das Stadtbild prägen. Doch während sich ihr Erscheinungsbild großer Beliebtheit erfreut, stellen Sanierungsmaßnahmen nicht selten eine besondere Herausforderung dar. Um die nationalen Klimaziele zu erreichen, muss die derzeitige Sanierungsrate verdreifacht werden. Dafür braucht es neue, praxistaugliche und ökologisch überzeugende Lösungen. Lösungen, die im FFG-geförderten Projekt „natuREnovation“ gefunden werden sollen.
Ein breit aufgestelltes, interdisziplinäres Konsortium beschäftigt sich seit Anfang des Jahres mit maßgeschneiderten Sanierungsansätzen für Problembereiche, die in Gründerzeithäusern wiederkehrend auftreten. Dazu zählen Fußboden- und Deckenkonstruktionen, Feuchtebereiche, Fassaden mit Erhaltungsauflagen, Wärmeverteilungssysteme sowie die oberste Geschoßdecke. Die entwickelten Lösungen sollen komplexen Bestandssituationen gerecht werden und zugleich bauphysikalisch sicher, ressourcenschonend und wiederverwendbar sein.