Wenn es brennt, zählt jede Sekunde. Moderne Brandschutzgläser sind dabei echte Lebensretter: Im Ernstfall schäumen ihre Zwischenschichten auf und halten Flammen und Wärme zurück. Doch was im Inneren dieser Hightech-Verglasungen bei extremen Temperaturen genau passiert, war bisher nur schwer vorauszusagen. Das FFG-geförderte Forschungsprojekt „FIRE SOLVER GLASS“ des IBS ändert das nun grundlegend.
Moderne Brandschutzverglasungen bestehen aus mehreren Glasscheiben, die durch spezielle – sogenannte intumeszierende – Schichten getrennt sind. Diese schäumen bei Hitze auf und verhindern so den Durchtritt von Feuer, Rauch und Wärmestrahlung. Doch je komplexer die Verglasungen sind, desto schwieriger wird es, ihr Verhalten präzise zu modellieren. Insbesondere das Zusammenspiel aus Wärmetransport, Materialumwandlung, Schaumbildung, Masseverlust und mechanischer Verformung lässt sich nur schwer vorhersehen.