Von einfachen Pflastern bis hin zu hochrisikobehafteten Implantaten spielen Medizinprodukte eine tragende Rolle im Gesundheitswesen. Die Umweltauswirkungen, die durch ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung entstehen, sind allerdings erst seit kurzem Gegenstand intensiver Diskussionen. So steigt der Druck auf die Hersteller, ihre Produkte über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu bewerten und ein ökologisch verträgliches Abfallmanagement einzuführen. Damit gewinnen Ansätze wie Recycling, Wiederverwendung, Reparatur und Aufbereitung an Bedeutung.
Der Aufholbedarf ist jedenfalls groß, denn gerade in Ländern mit hohem Einkommen setzen Gesundheitssysteme vielfach auf Einweg-Produkte und lineare Lieferketten. Das führt nicht nur zu steigenden Kosten, sondern auch zu großen Abfallmengen mit negativen Folgen für die Umwelt. Lieferketten werden zudem anfälliger für Störungen und Schwankungen in der Nachfrage. Abhilfe kann die Kreislaufführung von Medizinprodukten schaffen, sie macht aber hochsensible Analysemethoden erforderlich, um Gesundheitsrisiken auszuschließen.