Der Erfolg mikroskopischer Untersuchungen steht und fällt mit der Probenvorbereitung. Als „Mikrotomie“ wird eine Präparationstechnik bezeichnet, mit der sich besonders dünne Schnitte anfertigen lassen. Bei Schnittdicken kleiner als 1µm spricht man von „Ultramikrotomie“. Am Grazer ACR-Institut ZFE ist die hochpräzise Technik schon seit einigen Jahrzehnten im Einsatz. Graz war es schließlich auch, wo die weltweit ersten wissenschaftlichen Arbeiten entstanden, welche die In-situ-Ultramikrotomie in den Materialwissenschaften zur Anwendung brachten.
Während die steirische Landeshauptstadt also schon seit längerem zu den prominentesten Mikrotomie-Standorten in Europa zählt, ist im Rahmen des Strategischen ACR-Projekts „Re-Peat“ zuletzt ein weiterer Meilenstein im Infrastruktur-Ausbau gelungen. Das Ultramikrotom Leica UC Enuity markiert einen wichtigen Fortschritt in der Analyse sensibler Materialien. Diese reichen von luft- und sauerstoffempfindlichen Stoffen, wie sie in Batterien vorkommen, über feuchte- und temperaturanfällige Proben bis hin zu biobasierten Materialien. Im Fall von „Re-Peat“ liegt der Fokus auf Schilfstroh, das zukünftig eine nachhaltige Torf-Alternative darstellen könnte.