Das Zentrum für Soziale Innovation blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Im Jubiläumsjahr seines 35-jährigen Bestehens konnte das Institut seine Rolle an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis weiter festigen und neue Partnerschaften initiieren. Dieser Weg soll 2026 mit elf neuen Projektbeteiligungen im Horizon Europe Programm fortgesetzt werden. Kürzlich startete etwa das Projekt „Science4Everyone“, das darauf abzielt, eine Kultur der Neugier und des Vertrauens zu fördern, indem in vier europäischen Städten (Aarhus, Genua, Kaunas und Oeiras) mehr als 240 partizipative Wissenschaftsveranstaltungen durchgeführt und Maßnahmen zur Einbindung der Bevölkerung gesetzt werden.
Im Projekt „RUDI – Rural Innovation to Address Demographic and Climate Challenges“ dreht sich hingegen alles um ländliche Regionen. Diese stehen schließlich europaweit vor großen Herausforderungen: Der demografische Wandel verändert in Verbindung mit der voranschreitenden Klimakrise die lokale Wirtschaft und birgt die Gefahr, den sozialen Zusammenhalt langfristig zu schwächen. Durch die Kombination von Forschung, praktischen Instrumenten zur Entscheidungsfindung und der Entwicklung lokaler Innovationen für eine bessere Lebensqualität möchte das Projekt Abhilfe schaffen. Im Zentrum stehen acht ländliche Innovationscluster, die jeweils von einem „Rural Living Lab“ unterstützt werden. Sie dienen als partizipative Drehscheiben, an denen Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen, zivilgesellschaftliche Akteure und Forscher*innen gemeinsam Lösungen wie kooperative Betreuungsmodelle, zirkuläre Ernährungssysteme und klimaresiliente Mobilitätsdienste entwickeln und in der Praxis erproben.