Wir freuen uns, wenn Sie in unseren ACR Podcast „RundUm Forschung“ hineinhören. Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie hier:
Sowohl in der Industriestrategie als auch im FTI-Pakt wird Kooperation mehrfach erwähnt – nicht nur als eine von vielen Maßnahmen, sondern auch als kritischer Erfolgsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und gesellschaftliche Resilienz. Warum ist Kooperation so wichtig – gerade jetzt und vor allem zwischen Forschung und Wirtschaft?
Martin Kocher: Die Welt ist komplex und deshalb gibt es niemanden, der alles überblicken kann. Es geht um Arbeitsteilung und damit ist Kooperation die Voraussetzung für Fortschritt in vielen Bereichen. Das sieht man ja auch in der Wissenschaft: Die Teams, die an Forschungsfragen arbeiten, werden immer größer. Wir sprechen über Ökosysteme in der Forschung, das heißt ja nichts anderes, als dass Institutionen kooperieren müssen. Es müssen unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten zusammenkommen, um erfolgreich zu sein. Und das setzt voraus, dass man auch Vertrauen aufbaut zwischen Institutionen und Personen.
Iris Filzwieser: Früher war das, glaube ich, klarer und einfacher. Man hat sich in der Branche gekannt. Vertrauen kann ich nicht über Medien und Social Media gewinnen, sondern Vertrauen kann ich nur durch persönlichen Kontakt gewinnen. Und das ist die Herausforderung unserer Zeit.
Evelin Fisslthaler: Auch in der Forschung sehen wir, dass unsere technischen Innovationen immer komplexer und immer spezialisierter werden. Und letztendlich muss man mit jenen zusammenfinden, welche die Innovationen dann anwenden. Selbst als große Firma ist es einfach unmöglich, so breit aufgestellt zu sein, dass alle Expertisen intern vorhanden sind. Daher muss man sich in Teams zusammenfinden, um gemeinsam weiterzukommen.