Innovationsleistung österreichischer KMU weiter rückläufig

In seinem Bericht „KMU im Fokus“ zeigt das ACR-Institut KMFA alljährlich die Bedeutung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) für die österreichische Wirtschaft auf. Die aktuelle Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig der Situation von KMU entlang ihrer zentralen Entwicklungsphasen von der Gründung bis zur Schließung.

Während der Konjunkturtiefpunkt im Jahr 2025 hinter uns liegt, bleibt die Entwicklung im KMU-Bereich verhalten. Einem leichten Anstieg um 0,5% bei der Anzahl kleiner und mittelständischer Betriebe in Österreich stehen stagnierende Werte bei der Beschäftigung und realen Bruttowertschöpfung gegenüber. Ungebrochen bleibt die Bedeutung für die heimische Wirtschaft: KMU machen in Österreich 99,7% aller Unternehmen aus und beschäftigen 65% aller Erwerbstätigen.

Spezialisiert, international und ökologisch

Zu den zentralen Stärkefeldern der heimischen KMU-Landschaft zählt die hohe Dichte an hochspezialisierten Nischenmarkführen. Mit 19 sogenannten „Hidden Champions“ pro einer Million Einwohner*innen liegt Österreich hier gemeinsam mit Deutschland und der Schweiz im europäischen Spitzenfeld. Überdurchschnittlich gut schneiden die heimischen KMU auch beim Internationalisierungsgrad ab. 44% der KMU exportieren Waren oder Dienstleistungen, im EU-Durchschnitt liegt der Wert bei 28%. Ein weiteres Stärkefeld stellen grüne Innovationen dar. 31% der KMU führten zuletzt neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen mit positiven Umweltauswirkungen ein, der Anteil liegt damit um zehn Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt.

Vier Personen im Gespräch

Bürokratie, Arbeitskosten und Fachkräftemangel bleiben Wettbewerbshürden

Zentrale Herausforderungen für den KMU-Sektor bleiben hierzulande bürokratische Hürden und hohe Arbeitskosten. 83% der KMU sehen administrative und regulatorische Anforderungen als Problem im Geschäftsalltag, im EU-Mittel sind es 64%. Mehr als 70% der KMU empfinden die Arbeitskosten als Hemmnis für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Aufholbedarf gibt es nach wie vor auch im Bereich des Risikokapitals: Venture-Capital-Ausgaben entsprechen in Österreich nur 38,6% des EU-Niveaus. Bei der Digitalisierung liegt die heimische KMU-Landschaft im EU-Mittelfeld, so verfügen 73% der KMU über eine grundlegende digitale Intensität (EU: 71%). Während der Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit 29% hierzulande etwas weiter verbreitet ist als im EU-Durchschnitt (19%), zeigen sich bei Data Analytics und Cloud-Technologien Aufholpotenziale.

Negativtrend bei innovationsaktiven KMU setzt sich fort

Wenig Grund zur Zuversicht gibt die Innovationsleistung heimischer KMU. Wiewohl Österreich weiterhin über dem EU-Durchschnitt liegt, ist der Anteil innovationsaktiver KMU rückläufig. Zu den größten Innovationshürden zählen Unsicherheiten über Marktreaktionen (35%), regulatorische Anforderungen (27%) sowie fehlende Fach- und Führungskompetenzen (17%). Insgesamt bewerten nur 43% der KMU das Angebot an qualifiziertem Personal positiv (EU: 55%), 49% berichten von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung oder Bindung von Mitarbeiter*innen.

Über alle Branchen und Phasen hinweg zeigen sich Handlungsfelder, die für die Entwicklung von KMU von zentraler Bedeutung sind. Dazu gehören der Zugang zu Finanzierung, die Verfügbarkeit von Fachkräften, wettbewerbsfähige Kosten, die digitale und ökologische Transformation sowie der Abbau bürokratischer Anforderungen.

News

Neuigkeiten aus
dem Netzwerk

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  • 05/26
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Ende April führte die ACR-Studienreise eine 42-köpfige Delegation, darunter Vertreterinnen und Vertreter der ACR-Institute und anderer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, Ministerien, Förderagenturen, Interessenvertretungen sowie Medien, nach Warschau. Polen verzeichnete in den letzten Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum, in der Forschung setzt man auf Dual Use und Zukunftstechnologien.

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  • 03/26
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Am 24. April 2026 machte die "Lange Nacht der Forschung" Wissenschaft und Innovation aus Österreich einmal mehr sichtbar und erlebbar. Die ACR war mit drei Forschungsstationen in Wien und Graz vertreten.

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  • 05/26
Vier Personen im Gespräch

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Das ACR-Institut ZSI startete mit elf neuen Horizon Europe Projekten ins Jahr 2026. Im Forschungsfokus stehen etwa partizipative Wege der Wissenschaftsvermittlung, der Mensch als Mittelpunkt industrieller Innovationen oder gemeinschaftliche Lösungsansätze für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum.

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ÖIV – Staatspreis Smart Packaging

Mit dem Staatspreis Smart Packaging werden innovative, nachhaltige und ganzheitliche Verpackungslösungen in den Kategorien B2B, B2C sowie Verpackung der Zukunft prämiert. Einreichungen sind bis noch bis 29. Mai 2026 möglich.

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  • ACR
  • 03/26
Menschen bei einer Preisverleihung auf der Bühne

Falling Walls Lab Vienna geht in die nächste Runde

Der internationale Pitch-Wettbewerb "Falling Walls Lab" für Nachwuchstalente aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft findet heuer zum zweiten Mal in Wien statt. Bewerbungen sind bis zum 29. Mai 2026 möglich.

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Veranstaltungssujet

OFI – Jetzt für den HFM Sustainability Award einreichen

Der H. F. Mark Sustainability Award zeichnet Forschungsprojekte aus, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Kunststoff beitragen. Einreichungen sind bis Ende Mai 2026 möglich. 

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  • AEE
  • 03/26
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Mit der Allianz WärmeZukunft gibt es in Österreich ein neues Innovationslabor für die nachhaltige Transformation des Wärme- und Kältesektors. Getragen wird die mit 10 Mio. Euro dotierte Initiative von Green Energy Lab und AEE INTEC.

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  • V-Research
  • 01/26
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Vorarlberg investiert in die Zukunft: Im EU-Förderprogramm IBW/EFRE wurden vier neue Transferzentren mit rund 5 Mio. Euro für drei Jahre genehmigt. „Photonics for Industry“ bündelt unter der Beteiligung des ACR-Instituts V-Research bestehende Photonik-Kompetenzen für Anwendungen in den Bereichen Quantentechnologie, Life Sciences, Umweltsensorik und Telekommunikation.  

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  • OFI
  • 01/26
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OFI – Gates Foundation unterstützt Forschung für sichere Menstruationsprodukte

Mit dem Projekt "LEIFS" hat Elisabeth Mertl, Forscherin am ACR-Institut OFI, die Entwicklung internationaler Sicherheitsstandards für Menstruationsprodukte angestoßen. Finanzielle Unterstützung kommt dabei nun auch von der Gates Foundation.

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Bunter Mix aus verschiedenen Lebensmitteln, v.a. Obstsorten

LVA – Auf dem Weg zum 100-Jahre-Jubiläum

2026 feiert die Lebensmittelversuchsanstalt, Gründungsmitglied der ACR, ihr 100-jähriges Bestehen. Einen ersten Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr gab es bereits Anfang November im Rahmen einer spannenden Podiumsdiskussion rund um die Zukunft der Lebensmittelsicherheit in Europa.

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  • ACR
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ACR vergibt Innovationspreise

Jedes Jahr holt die ACR – Austrian Cooperative Research zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) KMU-Innovationen auf die Bühne. Im Rahmen der ACR-Enquete am 15. Oktober 2025 wurden vor rund 120 Gästen aus Wirtschaft, Forschung und Politik insgesamt fünf Preise vergeben: der ACR Woman Award, der ACR Start-up Preis und drei ACR-Innovationspreise.

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Die Institute im ACR-Netzwerk forschen zusammen mit und zum Nutzen von Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren. Das Ergebnis sind marktnahe Innovationen mit nachhaltigem Impact. Aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) fördert die ACR jedes Jahr KMU-Projekte mit einem Volumen von rund 2 Millionen Euro. Heuer haben sich sieben Projekte in einem strengen Auswahlverfahren durchgesetzt. Beim Kick-off-Event am 22. September 2025 wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt.

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  • 08/25
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Knapp 900 Teilnehmer*innen und 125 Speaker*innen diskutierten im Rahmen der Technology Talks Austria 2025 über die Rolle von Forschung, Technologie und Innovation für die Zukunft Europas. Im gemeinsamen Workshop von BMWET, ACR, CDG und Fraunhofer Austria drehte sich unter dem Titel „Research to Impact“ alles um die Wettbewerbsfähigkeit von KMU durch effektiven Wissenstransfer.

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Falling Walls Lab: Nachwuchstalente im Rampenlicht

Im Rahmen des FFG-Forums fand am 10. September 2025 das Finale des Fallings Walls Lab Vienna, einem internationalen Pitching-Wettbewerb für junge Forschende, Unternehmer*innen und Innovator*innen, statt. Hinter Tayebeh Saghaei erreichte Sanja Savić vom ACR-Institut OFI den hervorragenden zweiten Platz.

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  • 06/25
Frau mit Magazin in der Hand

ACR setzt positive Entwicklung fort

Trotz angespannter wirtschaftlicher Situation legt das mittelständische Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research in der aktuellen Bilanz wieder erfreuliche Zahlen vor. Ein Gesamtumsatz von rund 82 Mio. Euro und 830 Beschäftigte zeugen von der steigenden Bedeutung anwendungsorientierter Forschung im heimischen Innovationssystem.

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  • ACR
  • 06/25
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ACR Podcast: Jeden Tag einen Schritt Richtung Zukunft setzen

Was Unternehmen tun können, um ihre Innovationskraft zu stärken und sich langfristig auf einem kompetitiven Markt zu behaupten, haben wir ACR-Präsidentin und Unternehmerin Iris Filzwieser, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Amelie Groß und Institutsleiter der KMU Forschung Austria Thomas Oberholzner in unserem Podcast „RundUmForschung“ gefragt. 

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  • ACR
  • 05/25
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Mitte Mai führte die ACR-Studienreise eine 42-köpfige Delegation, darunter Vertreterinnen und Vertreter der ACR-Institute, Ministerien, Förderagenturen, Interessenvertretungen sowie Medien, nach Dublin. Irland ist für seine wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen weithin bekannt, in der Forschung kann das Land vor allem durch eine starke Kundenorientierung, die gezielte Förderung von Talenten und das ausgezeichnete Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Unternehmen punkten.

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  • AEE
  • 05/25
Photovoltaik-Module im ländlichen Raum

AEE INTEC – Kooperation für eine grüne Energiezukunft

Die Forschungsinitiative Green Energy Lab und das ACR-Institut AEE INTEC bündeln ihre Kompetenzen, um die Wärmewende voranzutreiben.

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  • ACR
  • 03/25
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NCP-IP: World IP Day Event 2025

Wissen vernetzen, die Zukunft gestalten: Das World IP Day Event des NCP-IP am 24. April 2025 im Wiener Haus der Industrie widmet sich IP-Strategien in Entwicklungskooperationen entlang der Innovationskette. Mit einem Best Practice Beispiel wird auch das ACR-Institut OFI vor Ort vertreten sein.

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